Positive Psychologie in der Praxis

PERMA-Lead: Positive Leadership in der Praxis

„In seinem Buch „Flourish“ stellte Prof. Martin Seligman, der Begründer der Positiven Psychologie, 2011 mit dem PERMA-Modell seine Theorie des Well-Beings vor – ein Ansatz, der die fünf Komponenten
P (Positive Emotions), E (Engagement), R (Relationships), M (Meaning) und A (Accomplishment) als Grundlagen für das Aufblühen von Menschen definiert. Die Logik hinter diesem Modell besteht darin, dass messbare und beeinflussbare Faktoren die Basis für das Flourishing bilden und damit auch bestehende Forschung systematisiert werden kann. […]

  • Positive Emotions (positive Emotionen): Das regelmäßige Erleben positiver Gefühle wie Freude, Genuss oder Spaß ist ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden eines jeden Menschen. Es geht dabei um Emotionen, die uns stärken und die wir als angenehm erleben
  • Engagement (Engagement; sich einbringen können): Menschen brauchen die Möglichkeit, ihre Potentiale zu entwickeln, ihre Stärken zu entfalten und diese auch in ihrem Leben einzubringen. Wenn dabei ein richtiges Maß an Herausforderung zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile) gefunden wird, kommt es zu einem Flow-Erleben
  • Relationships (förderliche Beziehungen): In ein Netzwerk eingebunden zu sein, um sich als Teil davon zu erleben und sich auf andere verlassen zu können, ist eine wichtige Basis, damit Menschen ihr Potential entfalten. Ob Freundschaften, Liebesbeziehungen, ein Arbeitsteam oder Familie – Menschen brauchen eine Verbundenheit zu anderen, um die beste Version von sich selbst zu werden
  • Meaning (erlebte Sinnhaftigkeit): Etwas zu tun, das größer ist als wir selbst und bedeutungsvoll ist – das ist ein Bedürfnis, das Menschen haben, wenn sie von Sinn sprechen. Etwas als sinnvoll zu erleben ist die Grundlage dafür, sich zu engagieren und dabei eine tiefe Erfüllung zu erleben
  • Accomplishment (Zielerreichung): Das bedeutet, etwas geschafft zu haben oder durch eigenen Einsatz ein Ziel zu erreichen. Diese Erfahrungen brauchen Menschen, um zu erleben, dass sie der Welt nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern einen Einfluss darauf haben, was rund um sie passiert. Nur wenn Menschen die Erfahrung machen, dass Ziele durch ihr eigenes Zutun auch erreichbar werden, machen sie sich auf den Weg“*

Aus dieser wissenschaftlich gut untermauertem Theorie wurde das PERMA-Lead-Modell an der Universität in Wien entwickelt. Es genügt ebenfalls den wissenschaftlichen und praktischen Anforderungen, da es bei seiner Konzeption folgende Prämissen berücksichtigt hat:

  • Entwicklung unmittelbar aus der Positiven Psychologie
  • Anschluss an wissenschaftliche PERMA-Testentwicklung
  • Verständlich für Führungskräfte in der Praxis
  • Einsetzbar für Coaching- und Leadership-Entwicklungs-Programme
  • Ermöglichung von 360°-Feedback auf wissenschaftlicher Basis und unter Berücksichtigung testtheoretischer Gütekriterien
  • Berücksichtigung bereits bestehender Führungstestverfahren
  • Einbeziehung von Führungskräfte in der Konzeptions-Phase

Zahlreiche Studien haben seitdem einerseits gezeigt, dass PERMA-Lead in der Praxis signifikanten Einfluss auf sehr viele wirtschaftliche Kennzahlen hat. Andererseits fließen die Erkenntnisse aus der Datenmessung ebenfalls in die wissenschaftliche Forschung zurück und tragen dazu bei, dass das Modell permanent weiterentwickelt werden kann.

*s. Dr. Markus Ebner – „Positive Leadership – Mit PERMA-Lead erfolgreich führen“, Wien 2024, S. 82 ff.

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